Auch ich bin ein großer American Pie Fan und habe mir natürlich American Pie: Das Klassentreffen angeschaut. In meinem Filmbericht sind einige kleine Spoiler-Stellen (Spoiler = Kleiner Auszug aus dem Film), die von mir auch als diese makiert wurden. Aber liest einfach selbst 😀 Der Kinostart war am 28.04.2012. Ich habe den Film aber etwas später gesehen.

Inhaltsverzeichnis:
01. American Pie ist American Pie!
02. Nostalgie
03. Was fiel besonders gut auf?
04. Die Besetzung:
05. Fazit
06. Schlusswort

01. American Pie ist American Pie!

Wer sagt denn sowas? Zunächst gibt es viele Teile von American Pie. Angefangen mit dem im Jahr 1999 erschienen ersten Teil. Lange ist es her und einige Fans können und werden sich an diesen Film sicherlich erinnern. American Pie hat einige Schauspieler, darunter auch Seann William Scott (Steve Stiffler) zur Berühmtheit gemacht. Warum auch nicht, seine Rolle war damals wie auch jetzt genial. Im Jahr 2001 erschien dann American Pie 2, der meiner Meinung nach problemlos an Teil 1 anknüpfen kann. Es sind dieselben Schauspieler, die auch denselben aber auch American Pie Typischen Witz und Humor darstellen können. Im Jahr 2003 erschien dann „American Pie – Jetzt wird geheiratet“. Die jungen wilden Kerle sind nun – mehr oder weniger – Erwachsen geworden und Jim Levenstein (Jason Biggs) heiratet seine zukünftige Frau. Natürlich geht das Ganze nicht ohne Stifler und den anderen Jungs. Viele haben einen neuen Teil erwartet aber leider kamen danach nur noch schlechte Filme. Ich persönlich fand sie nicht annähernd sogut wie die anderen Teile. Hier wurde wohl nur der gute Name genutzt. Die Schauspieler selbst kommen in den weiteren Teilen nicht vor. Es erschienen noch: American Pie präsentiert: Die nächste Generation (2005), American Pie präsentiert: Nackte Tatsachen (2006), American Pie präsentiert: Die College-Clique (2007), American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe (2009). Ich persönlich fand den letzten Teil am Besten, da dort viele Rückschlüsse auf die ersten drei Teile geliefert werden. Beispielsweise erfährt man noch einige Dinge, die man in den ersten drei Teilen nicht direkt erfahren hat. Auch alte Gebäude und ein wenig des alten American Pie Stils kommen wieder darin vor. Aber jetzt kommt wohl der Beste American Pie Film aller Zeiten. American Pie: Das Klassentreffen versammelt alle alten und guten Schauspieler aus Teil 1, 2 und 3. Ich selber bin ein American Pie Fan und habe mir ihn natürlich im Kino angeschaut. American Pie: Das Klassentreffen ist offiziell der achte Teil der Reihe, viele sagen jedoch, dass es eindeutig der 4te Teil ist. Für mich ist dieser Film auch der vierte Teil.

02. Nostalgie:

Ist wohl hier das richtige Stichwort. Ich habe vor vielen Monaten von einer Fortsetzung gehört und konnte es einfach nicht erwarten. Endlich war es soweit, also musste ich mich nur noch gedulden. Gar nicht so einfach, vorallem dann, wenn man den Film schon sehr lange erwartet. Zunächst finde ich es super, dass die Filmemacher es geschafft haben, wirklich alle Schauspieler zu versammeln. oftmals kennt man es: Die Schauspieler wissen, dass sie genau für diesen Film gefragt sind und ein anderer so einfach nicht in Frage kommt. Sie wollen dann eine sehr hohe Gage. Die lieben Filmemacher wollen die hohen Summen nicht zahlen. Anschließend wird dieser Schauspieler doch einfach ausgewechselt und der Film wird letztendlich schlecht. Ich konnte im Internet verfolgen, dass die meisten Schauspieler schon unterschrieben haben. Also konnte der Film nur gut werden. Aber man darf eigentlich bei Fortsetzungen niemals zuviel erwarten. Oftmals wurde man schon enttäuscht, weil der gesamte Stil des Films gar nicht zu den anderen Teilen passt. So auch bei „Stirb Langsam“. Die ersten Teile waren genial, der neueste dagegen hatte eher wenig mit den ersten Teilen zu tun.

In American Pie: Das Klassentreffen versammeln sich die Freunde Jim Levenstein, Kevin Myers, Chris „Oz“ Ostreicher und Paul Finch in ihre Heimatstadt für ein Klassentreffen zurück. Zufällig treffen sie auf Steve Stifler. Die Freunde haben sich wieder vereint. Das Klassentreffen findet erst in einigen Tagen statt und die Freunde wollen zuvor schon reinfeiern. Vieles hat sich verändert: Chris Ostreicher ist ein berühmter Fernsehmoderator, Jim Levenstein ist verheiratet und hat ein Kind, Stifler ist noch der Partyheld und nicht so erfolgreich wie die anderen und Finch scheint ein interessanter und wichtiger Mann zu sein. Sie treffen sich vor einer Kneipe und wollen was trinken. Zunächst geht es langsam los, bis Stifler die Idee hat, wie in alten Zeiten zu trinken. Nachdem er eine große Menge an Alkohol spendiert und die Wirtin wieder erkannt hat, fängt die Gruppe an zu saufen. Dies führt bei Jim Levenstein schon zu dem ersten Hangover, er wacht auf und weiß vom Vorabend nichts mehr. In der Küche trifft er auf seiner Frau und die Wirtin, die zufällig im Chor seiner Frau im Jahr 1999 spielte, aber ohne Hose…

Und schon geht es auch los. Mehr will ich auch gar nicht verraten. Zunächst finde ich es sehr gut, dass die alten Schauspieler dabei sind und ihren Charme und Humor nicht vergessen haben. Was sofort am Anfang auffällt ist, dass viele alte Verhaltensweisen aus den ersten drei Teilen darin vorkommen. Es fängt zum Beispiel schon direkt am Anfang an. Die Freunde treffen sich schon Tage vor dem Klassentreffen in ihrer alten Stadt vor einer aus den ersten Teilen bekannten Bar und laden Steve Stifler nicht ein. Dies kam auch schon in den ersten drei Teilen so vor. Stifler ist dafür bekannt, zu übertreiben. Wie auch direkt am Anfang, als er mit allen viel Alkohol trinkt. Er trifft zufällig in der Bar auf die Freunde und diese lassen sich eine Ausrede einfallen. Viele alte Nebendarsteller kommen auch darin vor. Beispielsweise die Wirtin (Schwabbelärmchen), die in den ersten Teilen zwar noch jemand anders war aber in den Jahren erwachsen wurde. Auch die Freundinnen oder Bekannten aus den ersten Teilen kommen darin vor. Beispielsweise Vicky (Tara Reidd), damals die Freundin von Kevin Myers. Die Regisseure haben es tatsächlich geschafft, die Schauspieler aus den ersten drei Teilen zu vereinen, diese Erwachsener wirken zu lassen aber dennoch den alten Humor zu zeigen. Der Inhalt kommt also problemlos an die ersten drei Teile heran. Oftmals erkennt man viele Schauplätze aus den ersten Teilen wieder. Jim Levenstein fährt zu seinem Vater und betritt dort sein altes Zimmer. Das Zimmer ist eine perfekte Nachahmung des Zimmers aus den ersten Teilen (oder eventuell sogar noch das originale Set). Man muss aber die ersten drei Teile gesehen zu haben, um American Pie: Das Klassentreffen wirklich zu verstehen. Als Jim also in sein Zimmer geht, läuft er direkt zu seinem Computer. Dort wird der PC und die Cam gezeigt, Jim schwelgt in Gedanken. Dafür muss man wiederum Teil 1 kennen, Jim wollte sich für seine Freunde beim Sex mit Nadia filmen. Als es losging, warf er ein Kleidungsstück auf der Cam, dies brachte aber nichts, weil es runterrutschte. Diese Szenen sind beispielsweise sehr wichtig, weil sie American Pie ausmachen. Auch die Pornohefte, die Jim damals als Junge noch benötige, kommen darin vor und sorgen wieder für ein Lacher. Das schöne am Film ist, dass es davon viele gibt. So hat man eine perfekte Verbindung zu den ersten Teilen. Jims Vater erklärt gerne viel über Sex. Dies fiel schon in den ersten Teilen auf. Seine Art, wie er es versucht, ist bekannt und gehört einfach zu American Pie. Als Jim Probleme mit seiner Frau hat, versucht der vater wieder alles so seltsam zu erklären. Sehr gut umgesetzt! Der Regisseur hat es geschafft, die Schauspieler erwachsener wirken zu lassen. Sie gehen ihren Job nach und sind reifer, wollen weniger trinken und haben sich damit abgefunden, erwachsen zu sein. Sobald sie aber aufeinander treffen, sind sie fast die Alten. Sie wollen Party machen und wieder mal Mist bauen, denken aber oftmals an ihre Frauen und Kinder. Dennoch sind sie indem was sie machen nicht eingeschrenkt. Wenn es also im Film los geht, dann richtig, wie zu alten American Pie Zeiten. Auch Jims Apfelkuchenszene kommt im Film nochmals vor, aber in einer anderen Form.


ACHTUNG: SPOILER

Stifler hat sich noch nicht ganz damit abgefunden, dass er erwachsen ist. Dies bekommt er ganz am Anfang von seinen Freunden gesagt. Beim Abschluss mussten die Freunde eine Wunschliste ausfüllen. Stifler schrieb „Ich wünsche mir, immer mit meinen Jungs Party machen zu können“. Dies sehen die Freunde aber erst am Ende des Filmes und werden nachdenklich. Stifler muss am Tag des Klassentreffens arbeiten. Die Freunde holen ihn ab und Stifler sagt einen Spruch zu seinem Chef, den er nicht mag aber der allgemein gut zum Film passt: „Sie haben ein eigenes Büro und ich nicht einmal ein Schreibtisch. Dennoch ändert es nichts daran, wer wir sind!“. Dieser Satz passt perfekt zum Film. Auch wenn die Freunde alle erwachsen sind, sie sind dennoch die verrückten Partyfreaks von früher. Ich finde auch diese Szene perfekt gelungen.

Schauspieler:
Wie man schon herauslesen konnte, sind die Schauspieler immernoch die Alten. Ich habe zwar gelesen, dass bei einigen die Luft raus sein soll aber das kann ich nicht behaupten. Jim ist verheiratet und hat ein Kind, dennoch wirkt er so verrückt wie früher. Kevin ist eher der Ruhige und Nachdenkliche, dies bleibt er auch im neuesten Teil. Chris Ostreicher wirkt im Gegensatz zu früher reifer, dies gehört aber zum Film dazu und liegt nicht an der Person selbst (aus ihm wurde ein erfolgreicher Moderator, wäre sinnlos, wenn er dann noch sehr ruhig wirkt). Finch bleibt auch der Intelligente Mensch, der er schon immer war. Er wirkt auch im Film reifer, da er mehr erlebt hat. Bei Stifler hat sich eigentlich gar nichts verändert. Er lebt nur ein wenig in der Vergangenheit. Ich kann dort nichts bemängeln, die Schauspieler sind genauso gut wie damals. Sie sind nur ein wenig gealtert aber scheinen wohl genauso viel Freude zu haben, wie in den ersten Teilen. Einige Nebendarsteller sind ein bisschen „schlaff“ geworden. Dies fällt aber eigentlich nur auf, wenn man die ersten Teile perfekt kennt. Ansonsten ist das Talent noch wie früher.

Kameraführung:
Sie erinnert stark an den ersten Teilen und wurde meiner Meinung nach perfekt umgesetzt. Sie wirkt nicht zu modern und passt zu den ersten Teilen. Die Kameraführung macht irgendwie auch den Stil eines Filmes aus. Ich kann hier wenig bemängeln. Wie ich oft erwähne, bin ich kein Profi und kann nur das wiedergeben, was ich dabei empfinde und was mir besonders gut im Kontrast zu den ersten Teilen aufgefallen ist.

Humor:
Der Humor wurde nicht verändert. Ich muss aber sagen, dass die Art der Witze ähnlich wie in den ersten Teilen ist. Hier wurde nur einer draufgelegt. Die Witze sind teilweise sogut, dass ich mich nicht mehr einbekommen habe. Allein Stifler sorgt für viele Lacher. ACHTUNG: EIN WENIG SPOILER: Stifler möchte es einigen Leuten heimzahlen, die zuvor Kleidungsstücke der Frauen geklaut haben. Danach stellt er was großes an. Einer von den Jungs sagt, dass man es aufwiegen soll. Stifler sagt dann: „Ja, die haben Kleidung geklaut“. Danach ist direkt ein Schnitt. Wenn man die Szene kennt, dann wird man hier lachen. Man muss im Film doch sehr viel lachen, es gibt eigentlich gar keine langeweilige Szenen.

Das Set, Kulissen, Umgebung:
Mir selber ist es wichtig, dass vieles aus den ersten Teilen darin vorkommt, damit man wieder im alten American Pie Stil versinkt. Auch hier haben die Filmemacher gute Arbeit geleistet. Die Stadt scheint wohl dieselbe zu sein und auch die Kulissen erinnern stark an die Kulissen der ersten Filme. Eventuell sind es sogar noch die originalen Schauplätze. Beispielsweise gehört darunter auch das Zimmer von Jim, das Haus von Jims Vater oder das Haus von Stifler, indem die legendären Partys gefeiert wurden.

Story:
Die Story verrate ich direkt nicht. Sie passt aber wunderbar zu den ersten Teilen und wurde meiner Meinung nach perfekt umgesetzt. Dazu muss man erwähnen, dass es eine neue Story ist. So war es auch in den ersten drei Teilen, jedoch wurden die Storys mit dem Humor der Schauspieler hervorgehoben. Die neue Story und die alten Schauplätze lassen definitiv das Herz eines American Pie Fans auferleben. Leider sind die Storys der anderen Filme, wo die alten Schauspieler nicht mitspielen, eher schlecht. Wer also nur die anderen Teile außer die ersten drei Teile kennt, der darf solche Storys nicht erwarten. Ich empfehle aber, die ersten drei Teile anzusehen, um dann erst Teil 4 (Das Klassentreffen) anzuschauen. Ich muss aber sagen, dass man „Das Klassentreffen“ nicht ernst nehmen darf. Es geht eigentlich gar nicht direkt um das Klassentreffen, sondern eher um das Vortreffen. Ich war aber dennoch kein bisschen enttäuscht.

Die Musik:
Die Musik passt zum Film. Es wird Musik genutzt, die eher zum Image einer typischen amerikanischen Vorstadt mit Jugendlichen passen. Darunter kommt auch Musik vor, die schon im ersten Teil gespielt wurde. Sobald die Musik läuft, erinnert man sich wieder an den ersten Teilen.

03. Was fiel besonders gut auf?

Pro:
– Sehr gute Schauspieler
– Sehr gute Sets, Kulissen und Umgebungen
– Gut umgesetzte Story
– Schöne Musik

Kontra:
– Man muss die ersten Teile kennen, um viele Szenen im Film zu verstehen (Pro und doch irgendwie Kontra)

In Punkten:
Schauspielerrei: 1
Kameraführung: 1
Sets, Kulissen, Umgebungen: 1
Story: 1
Musik: 1

Gerechnet wird: (1+1+1+1+1) durch 5
American Pie: Das Klassentreffen erhält von mir eine Note von 1,0.

04. Die Besetzung:

Jason Biggs: Jim Levenstein
Alyson Hannigan: Michelle Levenstein
Chris Klein: Chris „Oz“ Ostreicher
Thomas Ian Nicholas: Kevin Myers
Eddie Kaye Thomas: Paul „Heimscheißer“ Finch
Seann William Scott: Steve „Stifmaster“ Stifler
Tara Reid: Victoria „Vicky“ Lathum
Mena Suvari: Heather
Dania Ramirez: Selena
Katrina Bowden: Mia
John Cho: John
Jennifer Coolidge: Janine Stifler (Stiflers Mutter)
Eugene Levy: Noah Levenstein (Jims Vater)
Molly Cheek: Frau Levenstein (Jims Mutter)
Ali Cobrin: Kara
Chuck Hittinger: AJ
Stevie Ray Dallimore: Karas Vater
Kim Wall: Karas Mutter
Jay Harrington: Dr. Ron
Natasha Lyonne: Jessica
Chris Owen: Chuck „Sherminator“ Sherman
Vik Sahay: Prateek Duraiswamy
Shannon Elizabeth: Nadia
Neil Patrick Harris: Dance-Off Moderator
Rebecca De Mornay: Rachel (Finchs Mutter)

Regie:
Jon Hurwitz
Hayden Schlossberg

05. Fazit:

Wer ein American Pie Fan ist sage ich nur: WAS LIEST DU MEIN BERICHT? GEH INS KINO! Und wer kein Fan ist: Der Film knüpft sehr gut an den ersten Teilen an. Die Schauspieler geben ihr bestes und haben nichts von ihren alten Charme verloren. Durch die perfekte und typische American Pie Story sorgen die Schauspieler für einen einzigartigen Film, der meiner Meinung nach mit dem ersten Teil zu vergleichen ist. Einige Nebendarsteller sind nichtmehr so wie früher, dies kann aber auch vom Regisseur gewollt sein. Die Nebendarsteller kommen aber eher weniger darin vor, daher ist es nicht ganz so schlimm. Der Humor kommt auch hier nicht zu kurz. Er erinnert an die ersten Filme und ist sogar noch besser. Auch die Umgebung und die kleinen Rückblicke auf den ersten Teilen lassen die Filme ineinander verschmelzen. Der Film ist vom Stil her genau wie die ersten Teile. Dennoch ist er nicht langweilig, weil sich hier aus den ersten Teilen nichts wiederholt. Natürlich waren meine Erwartungen extrem hoch, diese wurden aber zu 300 Prozent erfüllt. Ein toller Film!

Foto: evarinaldiphotography

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